10 Dinge, die du für die Ozeane tun kannst

Am 8. Juni ist World Oceans Day und dieses Jahr liegt der Fokus auf der Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik. Ein gesunder Ozean ist entscheidend für unser Überleben. Jedes Jahr bietet der World Oceans Day eine einzigartige Gelegenheit, den geteilten Ozean unserer Erde zu ehren, zu schützen und zu bewahren. Aber warum ist das Meer denn eigentlich so wichtig?


  • Die Ozeane erzeugen den größten Teil des Sauerstoffs, den wir atmen.
  • Die Weltmeere sind eine Nahrungsquelle für uns. Viele Länder sind ökonomisch, sowie physisch von der Fischerei abhängig.
  • Unser Klima wird von den Ozeanen reguliert.
  • Und mal ehrlich? Wie geil ist denn das Meer? Was wäre unser Leben ohne schwimmen, tauchen, schnorcheln, surfen, kiten etc. etc.

Klimawandel, Überfischung und der ganze Plastikmüll, den wir fabrizieren sind alles Gründe dafür, dass unsere Ozeane in Gefahr sind. Und wir wissen alle Bescheid! Wir kennen die ganzen Dokus über massive Müllansammlungen mitten im Meer und die Bilder von Schildkröten, die in Plastik verfangen sind. Wir sehen die ganzen Plastikflaschen und -tüten an den Stränden und fühlen uns einfach machtlos.

Saltwater Brewery/ We Believers Essbare/ zersetzbare Bierdosenhalterung

Viele von uns fragen sich, was kann ICH als EINE Person schon dagegen tun? Aber die Geschichte zeigt uns, dass alles – gut und böse – beginnt, weil jemand etwas tut oder etwas nicht tut. Wir müssen nicht zu Extremisten werden und unsere ganze Freizeit mit dem Schutz der Ozeane verbringen. Die kleinen Dinge im Leben können schon einen großen Unterschied machen. Was genau? Das findest du hier:


 

10 Dinge, die DU für die Ozeane tun kannst


 

1. Kümmere dich um den Strand

Ob du nun Taucher, Surfer, Schnorchler, oder einfach nur Am-Strand-Chiller bist, verursache nicht noch mehr Müll, als wir eh schon haben. Räum das, was du mitgebracht hast auf und lass nichts am Strand herumliegen. Versuch auch deine Umwelt wahrzunehmen und sammele die Plastikflasche von deinem Vorgänger mit auf. Wenn du Zeit und Lust hast, geh noch einen Schritt weiter und nimm an lokalen Beach oder Dive Clean Ups teil.


 

2. Bereise den Ozean verantwortungsvoll

Erforsche und schätze den Ozean, ohne die Tierwelt zu stören oder Muscheln und Korallen zu entfernen. Schildkröten wollen NICHT gejagt werden, Seesterne wollen NICHT für ein Instagram Foto aus dem Wasser genommen werden und Korallen wollen NICHT bei uns zuhause auf dem Fensterbrett stehen. Pass beim Schnorcheln und Tauchen auf, dass du nichts mit deinen Flossen kickst. Achte bei der Wahl einer Bootstour darauf, wie die Veranstalter mit der Umwelt umgehen und wirf niemals etwas über Bord. Und solltest du eine Kreuzfahrt oder ein Liveaboard für deinen nächsten Urlaub planen, such einfach nach der umweltfreundlichsten Option.


 

3. Achte auf den CO2-Fußabdruck und reduziere deinen Energieverbrauch

Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean sind immens. Als ich noch in Deutschland gelebt habe, habe ich wirklich dauernd mein Auto benutzt. Sogar für die kurze Strecke zum Supermarkt. Heute denk ich mir: was warst du nur für eine ignorante, faule Sau. Lass das Auto stehen, wann immer du kannst und sei dir deines Energieverbrauchs zu Hause und bei der Arbeit bewusst. Schalte das Licht und deine ganzen Elektronikartikel aus, wenn du sie nicht benutzt, lass das Wasser nicht unnötig laufen und wechsele zu Energiesparlampen.


 

4. Verwende weniger Plastikprodukte

Plastikprodukte, die als Müll im Meer enden, tragen zur Zerstörung von Lebensräumen bei und verschlingen und töten jedes Jahr Zehntausende von Meerestieren. Deinen Kunststoffverbrauch zu reduzieren ist wirklich easy: benutzte eine wiederverwendbare Wasserflasche, lager deine Lebensmittel in Tupper-Boxen, bring deine eigene Stofftasche oder einen anderen wiederverwendbaren Beutel mit zum Einkaufen, verzichte auf Strohhalme und recycele, wann immer es möglich ist. 


 

5. Vermeide Mikroplastik

Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere (Kunststoffe) bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Mikroplastik zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen, wird damit Teil der gesamten Nahrungskette und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen. Mikroplastik wird in der Kosmetikindustrie verwendet: die hübschen, bunten Kügelchen in deinem Body-Peeling sind genau das! Außerdem entsteht Mikroplastik bei dem Zerfall größerer Kunststoffteile im Verwitterungsprozess, durch Wellenbewegung und Sonneneinstrahlung. Es verbleibt über Jahrzehnte im Meer und wird mit den Strömungen in den gesamten Ozeanen verbreitet. Mehr über Mikroplastiken und zudem einen super hilfreichen Einkaufsratgeber findest du beim BUND.


 

6. Iss Fisch und Meeresfrüchte nur aus nachhaltiger Quelle

Überfischung ist ein riesengroßes Problem und dadurch werden weltweite Fischbestände schnell aufgebraucht. Das heißt nicht, dass du keinen Fisch und keine Meeresfrüchte mehr essen darfst, es bedeutet nur, dass du beim Einkaufen oder Essen gehen aufpasst, damit du nicht mit einer gefährdeten Spezies auf deinem Teller endest. Reduziere deinen Konsum und wähle Meeresfrüchte aus, die sowohl gesund, als auch nachhaltig sind. Achte beim Einkaufen auf zertifizierte Bio-Fische und Fische, die das MSC-Zertifikat tragen. Mit dem blauen Siegel des MSC werden nur Fisch- und Meeresfruchtprodukte ausgezeichnet, welche aus einer verantwortlich geführten Fischerei stammen und nicht zur Überfischung beitragen. Kaufe nur Fischarten, die nicht durch Überfischung bedroht sind! Lachs, Scholle, Dorsch, Thunfisch und Schwertfisch zum Beispiel sind massiv bedrohte Arten.


 

7. Sei ein verantwortungsvoller Haustierbesitzer

Was für dich gilt, gilt natürlich auch für dein Haustier. Super viel Tierfutter enthält Fisch und Meeresfrüchte aus gefährdeten Quellen, lies die Etiketten also aufmerksam und berücksichtige die Nachhaltigkeit der Produkte. Füll dein Aquarium bitte nicht mit wild gefangenen Salzwasserfischen und gib niemals Aquarienfische in den Ozean oder andere Gewässer frei. Das kann dazu führen, dass nicht heimische Arten das bestehende Ökosystem schädigen. Und weißt du was? Am Besten ist es, wenn du gar kein Aquarium hast! Die armen Fische in so einem winzigen Glaskasten einzusperren ist doch furchtbar.


 

8. Bilde dich

Es gibt SO UNENDLICH VIELE websites, auf denen du dich über all das bisher genannte informieren kannst. WWF, Greenpeace, WorldOceanReview, BUND, OneGreenPlanet, usw. usw. Google einfach, was dich interessiert. Alles Leben auf der Erde ist mit dem Pzean und seinen Bewohnern verbunden. Je mehr du über die Probleme erfährst, mit denen dieses lebenswichtige System konfrontiert ist, desto mehr wirst du helfen wollen.


 

9. Unterstütze Organisationen

Viele Institute und Organisationen kämpfen für den Schutz der Ozeane und Meereslebewesen. Such dir eine nationale Organisation raus und überleg dir, ob du finanzielle Unterstützung oder Freiwilligenarbeit leisten kannst. Du hast bestimmt schon mal von den SeaSheperds gehört! Die coolen Typen, die Walfangschiffe versenken, mit Buttersäure um sich schmeißen und in Robbenjagden eingreifen. Schau doch mal bei 4Ocean vorbei, die, die die süßen Armbänder verkaufen und im Gegenzug pro Stück einen Pfund Müll aufsammeln. Oder noch einfacher: Take3ForTheSea! Eine australische Initiative, die Strandbesucher dazu ermutigt, 3 Abfallstücke mitzunehmen, wenn sie den Ort verlassen und das dann auf den Social Media Kanälen unter dem Hashtag #take3forthesea zu posten. So einfach kann man helfen UND die Allgemeinheit informieren und erziehen.


 

10. Sags weiter

Das mag für einige der schwerste Teil sein. Keiner ist gern ein Besserwisser und weist andere darauf hin, dass sie etwas nicht richtig machen. Versuch dennoch einzugreifen, wenn du unökologisches Verhalten beobachtest. Was noch einfacher ist: sei einfach selbst ein gutes Vorbild. Monkey see, monkey do! Wenn du anfängst Müll aufzusammeln, Energie zu sparen etc. und das deinen Freunden und Verwandten erzählst, machen die vielleicht auch mit. Um eine größeres Publikum zu erreichen, poste deine Bemühungen und Erfolge auf den Social Media Kanälen, um so viele Leute wie möglich dazu zu bewegen, beim Meeresschutz mitzumachen.


 

Was tust du für den Ozean? Hast du noch andere Ideen? Ich bin auf euer Feedback gespannt!

 


 

All images in this post are taken from google.com and may be subject to copyright.

Ein Kommentar zu „10 Dinge, die du für die Ozeane tun kannst“

  1. Liebe Mimi, ein wichtiger und wertvoller Artikel 👍Herzlichen Dank dafür.
    Wir wissen genau wovon Du sprichst und können nur bestätigen wie existentiell wichtig der Schutz der Ozeane. Gerade auf unseren Reisen möchten wir doch im Meer baden, uns Sonnen, Tauchen gehen oder vielleicht nur Schnorcheln.

    Wir Inselnauten betreiben gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum das Coral Doctors Projekt auf den Malediven, wo es um den Wissenstransfer zur Korallenvermehrung an die lokale Community geht. Es ist sehr schwer solch ein Projekt am Leben zu erhalten! Aber mit dem Wissen, dass wir damit einen Beitrag zum Schutz der Ozeane und der Korallenriffe leisten können, sind wir hoch motiviert und immer auf der Suche nach Unterstützern.

    https://inselnauten.de/coral-doctors-maldives/
    http://www.coraldoctors.org

    Liebe Grüße
    Yami und Toddy 👫

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.