Moshi – am Fuße des Kilimandscharo

Kilimandscharo – das Dach Afrikas – ein Aufstieg in eisige Höhen  – der härteste Spaziergang der Welt – oder um es mit Totos Worten zu sagen: Kilimanjaro rises like olympus above the Serengeti.


 

Wir konnten es kaum erwarten endlich einen Blick auf diesen berühmt berüchtigten Berg zu werfen. So machten wir uns zu viert auf den Weg in Tansanias Norden. Elf Stunden und 900 Höhenmeter später kamen wir in Moshi an, der Stadt am Fuße des Kilimandscharo.

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Als wir das Hostel erreichten, dämmerte es schon: war wohl nix mit Kili! Das Hostel namens Honey Badger hatte früher einmal Campingmöglichkeiten. Der Manager erzählte uns, dass sie ihre Zielgruppe geändert haben, wir unsere Zelte aber gerne gegen eine kleine Spende nebenan auf dem Schulgelände aufschlagen könnten. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen.

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Morgens um 7.30 Uhr wurden wir von Kindergeschrei geweckt. Ich öffnete den Reißverschluss ein klein wenig und spähte nach draußen. Und was sehe ich da? Eine Gruppe von Kindern, die mich unverhohlen anstarren. Das war mir eindeutig zu viel Action vor dem ersten Kaffee und ich war mehr als erleichtert, als der Gong ertönte, der die Kinder in die Schule zwang.

Wir machten uns auf den Weg in das Zentrum von Moshi. Der Ort ist relativ ruhig und die meisten Touristen, die sich hier herum treiben, kommen, um den Kilimandscharo zu besteigen. Der Berg ist allgegenwärtig und jeder sieht ständig in Richtung Norden, um einen Blick auf ihn zu erhaschen. Das stellt sich allerdings als gar nicht mal so einfach heraus! Die meiste Zeit ist er hinter einer dicken Wolkendecke versteckt. Um ca. 18 Uhr lichtet sich dieser Dunst ein wenig. Dennoch muss man Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wir saßen blöderweise gerade im Auto, als wir plötzlich die schneebedeckte Spitze zwischen den Wolken herausragen sahen. Ich habe wie eine Irre aufs Gas gedrückt, um an einem geeigneten Spot anzuhalten und da war er auch schon wieder weg. Zugegeben, wir waren ziemlich enttäuscht, dass wir ihn an zwei aufeinanderfolgen Tagen nicht so richtig vor die Linse bekommen hatten.

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Falls du also auch vorhast, in Moshi Halt zu machen, um den Kilimandscharo zu sehen, dann bring genug Zeit und Geduld mit. Sonst gibt es nämlich leider nicht viel zu tun in diesem überschaubaren Ort.

2 Gedanken zu „Moshi – am Fuße des Kilimandscharo

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