… Uganda

Hier habe ich alles Nötige über das Backpacken in Uganda für dich zusammengefasst. Ich war im Frühling 2015 für etwa zwei Wochen dort und habe das Land absolut lieben gelernt. Kann es gar nicht erwarten, noch einmal hinzufliegen. Ich hoffe, du findest hier alle nötigen Informationen.


 

Warum Uganda?

Uganda ist TOLL! Ich kann mich noch erinnern, dass ein Kumpel vor ein paar Jahren schon einmal nach Uganda wollte und ich dachte nur „Was willst du denn da? Hab ich ja noch nich was von gehört!“ Da wusste ich noch nicht, dass ich zwei Jahre später in Tansania leben würde und es dann nur noch ein Katzensprung in dieses wunderschöne Land ist.

Uganda ist für afrikanische Verhältnisse relativ klein – ungefähr so groß wie Großbritannien. Dafür hat es aber so einiges zu bieten. Neben der höchsten Gebirgskette Afrikas (Ruwenzori Mountains) und dem größten See Afrikas (Lake Victoria) entspringt hier auch der längste Fluss der Welt (Nil). Außerdem findest du hier noch die seltenen Berggorillas in freier Natur. Kampala ist außerdem eine dynamische, moderne Stadt.

Die Straßen sind relativ gut ausgebaut und man kommt einfach von A nach B. Außerdem sind die Leute fantastisch. Zum ersten Mal hatte ich nicht das Gefühl an jeder Ecke abgezockt zu werden. Alle sprechen Englisch und sind freundlich und interessiert.


 

Was gibt es in Uganda zu sehen und zu tun?

Seen. Rund um den Viktoriasee gibt es wunderschöne kleine Inseln wie z.B. die Ssese Islands. In Jinja kannst du mit dem Boot zu der Stelle schippern an der der Nil entspringt. Im Süden nahe der Grenze zu Ruanda liegt der malerische Lake Bunyonyi – ein absolutes Paradies.

Aber Achtung! Vom Schwimmen wird dringend abgeraten! Laut Aussage des WHO Landesbüros in Kampala sind alle Süßwassergewässer Ugandas bilharzioseinfestiert. Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen. Vom Baden in Süßwassergewässern sollte daher in ganz Uganda konsequent abgesehen werden. Auch angeblich sichere Gewässer und auch der Nil stellen ein Risiko dar. Lokale Informationen, angebliches Insiderwissen, dubiose Merkblätter lokaler Kliniken, Vereine oder sonstiger Lobby-Gruppen und die „Erfahrungen“ Ortsansässiger sind mit äußerster Vorsicht zu werten.

Berge. Afrikas höchste Gebirgskette – die Ruwenzori Mountains – liegen in Uganda. Sie sind auch bekannt als die „Mountains of the Moon“. Hier kannst du neben kleineren Wanderungen auch bei diversen 6-7 Tagestreks mitmachen.

Nationalparks. In Uganda gibt es mehrere Parks, in denen du die Big Five von deiner Bucket List streichen kannst. Der beliebteste ist wohl der Murchison Falls NP im Nordwesten. Hier ist außerdem auch der weltweit mächtigste Wasserfall. Eins ist sicher: wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen ist ein einzigartiges Erlebnis.

Gorillas. A propos wilde Tiere: in Uganda gibt es sie noch – die seltenen Berggorillas. Im Bwindi Impenetrable NP und im Mgahinga NP kannst du auf eine Gorilla Trekking Tour gehen und eine Stunde mit den Tieren verbringen. Das solltest du auf keinen Fall verpassen!


 

Sicherheitshinweise

Wie in den meisten ostafrikanischen Ländern solltest du wachsam sein, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit. Achte auch – wie immer in ärmeren Ländern – auf deine Wertsachen und trage möglichst wenig Bargeld mit dir herum.

Wegen der Unruhen im Kongo solltest du dich nicht in der Nähe der kongolesischen Grenze aufhalten. Die Nationalparks in dieser Gegend sind aber nach Angaben des Auswärtigen Amts sicher.


 

Malaria

Die Übertragung von Malaria erfolgt durch die nachtaktive Anopheles-Mücke. Solltest du während deines Aufenthalts in Uganda oder danach (bis zu zwei Monaten) Fieber bekommen, dann such sofort einen Arzt auf.

Du solltest dir Gedanken darüber machen, ob du eine Malariaprophylaxe nehmen willst, oder nicht. Die zwei bekanntesten Medikamente sind Malarone und Lariam. Informiere dich über Wirksamkeit und Nebenwirkungen und besprich das mit einem Tropenarzt. Die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.

Trage am besten lange, helle Kleidung, um Mückenstiche generell zu vermeiden. Benutz zusätzlich ein Insektenschutzmittel wie z.B. Nobite und schlafe immer unter einem Moskitonetz.


 

Sprache

Die Hauptlandessprachen sind Englisch und Luganda. Mit Englisch kommst du super gut zurecht. Ich war beeindruckt, auf welch hohem Niveau die Sprachkenntnisse der Ugander sind. Darüber musst du dir also keine Sorgen machen.


 

An- und Weiterreise

Flüge. Ugandas wichtigster internationaler Flughafen ist in Entebbe, ca. 40 km südlich von Kampala. Hin- und Rückflug von Deutschland aus liegen zusammen bei ca. 530 €, der Hinflug alleine bei etwa 480 €. Schau doch mal auf skyscanner.de.

Busse. Mit großen Reisebussen legt man längere Strecken in Uganda zurück. Sie sind fast immer klapprig und fallen fast auseinander. Allerdings kommt man so am billigsten von A nach B.

Matatus. Minibusse (Matatus) sind das Hauptverkehrsmittel in Uganda. Sie verkehren innerhalb der Stadt und legen auch längere Strecken zurück. Der Bus fährt erst dann los, wenn er voll ist. Mach dich also auf längere Wartezeiten und wenig Platz gefasst.

Boda boda. Für kürzere Strecken wird meist ein Motorrad-Taxi (boda boda) genutzt. Das hört sich jetzt erstmal schlimm an, aber zumindest wird die Helmpflicht in Uganda einigermaßen ernst genommen. Zugegeben: ich hab mir bei der ersten Fahrt fast in die Hose geschissen und mich wie eine Irre an dem Fahrer festgeklammert, aber man gewöhnt sich schnell daran und es ist nun einmal für low-budget Traveller die einzige Möglichkeit sich fortzubewegen – außer du läufst.


 

Einreisebestimmungen – Visum und Impfungen

Visum. Wie fast immer muss dein Reisepass sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Seit dem 01. Juli 2016 bekommt man das Visum nicht mehr einfach on arrival, so wie es bei mir noch war. Es gibt jetzt ein elektronisches Visumverfahren. Auf visas.immigration.go.ug musst du Passkopien, Passbilder, Gelbfieberimpfungsnachweis und gegebenenfalls andere Nachweise hochladen. Nach abgeschlossenem Verfahren wird das Visum dann gegen Vorlage von Pass und Originalnachweisen sowie Zahlung der Visagebühr über 50 US$ (bar, in US-Dollar oder Landeswährung) bei Einreise erteilt.

Schau während deiner Reisevorbereitung auf jeden Fall mal auf der Homepage des Auswärtigen Amts vorbei um nachzuprüfen ob meine Angaben noch aktuell sind. Gerade weil das Verfahren noch neu ist, kann es hier zu Änderungen kommen.

Impfungen. Eine Gelbfieberimpfung ist Pflicht für die Einreise nach Uganda.


 

Unterkünfte

Hostels sind in Uganda mittlerweile sehr verbreitet. Man findet sie eigentlich überall und sie sind zudem meist recht modern eingerichtet und sauber. Ich buche meine Unterkünfte fast immer auf booking.com.

Entebbe: Entebbe Backpackers – Dorm für 7 USD

Kampala: Fat Cat Backpackers – Dorm für 14 € inkl. Frühstück

Jinja: Explorers Backpackers – Dorm für 12 USD inkl. FREE Shuttle nach und von Kampala

Kabale:  Home of Edirisa – Dorm für 6 USD

Lake Bunyonyi: Byoona Amagara – Dorm für 24.000 UGX (ca. 8 €)

Kisoro: Virunga Backpackers – Dorm für 22.000 UGX (ca. 7,30 €)


 

Kosten

Geld. Die Währung in Uganda ist der  Uganda-Schilling (UGX). Derzeit entsprechen 3.700 UGX etwa einem Euro (Stand: August 2016). Den aktuellen Umrechnungskurs findest du hier. Generell rate ich dir, einen Währungsumrechner als App auf dein Smartphone zu laden. Der ist auf Reisen super nützlich.

Geldautomaten gibt es in fast allen größeren Orten. Rund um Kampala und im Süden wirst du keine Probleme haben, eine Möglichkeit zum Abheben zu finden. Ich selbst war zwar nicht im Norden, habe allerdings gehört, dass es auch dort ausreichend Automaten gibt.

Meine Empfehlung fürs Reisen ist die DKB Kreditkarte.

Budget. Das ist wahrscheinlich immer die interessanteste Frage. Mit was für Ausgaben muss man rechnen? Verglichen mit Deutschland ist Uganda ein sehr billiges Land.

  • Unterkunft: 10 €
  • Ein einfaches Essen am Straßenstand: 1 €
  • Ein Essen in einem westlichen Restaurant: 7 €
  • Bier: 1,20 €
  • Kurze Strecke mit dem boda boda: 1,50 €
  • Gorilla Trekking: 500 USD

 

Packliste für Uganda

Hier findest du meine ultimative Backpacker Packliste.

Da Uganda relativ weit oben liegt, solltest du für abends auf jeden Fall auch etwas Warmes zum Anziehen einpacken. Eine Regenjacke ist, vor allem für den Gorilla Ausflug, unverzichtbar, genauso wie festes Schuhwerk. Wie in allen ostafrikanischen Ländern rate ich Frauen dazu keine Shorts, sondern lieber lange, dünne, weite Hosen zu tragen.


 

Meine Uganda Reiseroute

Route Uganda

StepMap Route Uganda

Die besten Reiseführer für Uganda

Der Lonely Planet für Ostafrika

Ruanda ist noch ein relativ neues Reiseziel für Backpacker und Individualreisende und daher gibt es nicht viele Reiseführer zu diesem kleinen Land. Den einzigen den ich dir guten Gewissens empfehlen kann ist der Lonely Planet East Africa. Den habe ich damals auch benutzt, allerdings eine ältere Version. Diese hier ist aus dem Juli 2015. Leider gibt es ihn nur auf Englisch, aber als Backpacker kommst du sicher damit klar!

Hier bei Amazon ansehen

 

Die anderen Reiseführer, die ich mir angesehen habe, haben leider alle sehr schlechte Bewertungen bei Amazon und daher würde ich dir eher von ihnen abraten.